Architekten und Fassadenplaner sind durch die neue Norm für Beschichtungssysteme und metallische Überzüge – Korrosionsschutz von tragenden und nichttragenden dünnwandigen Bauelementen aus Stahl DIN 55634:2010-04 jetzt in der Lage, die Korrosionsbelastung von Gebäudehüllen optimal zu bestimmen und das richtige Produkt für ihre Bauaufgabe auszuwählen.
Gegenüber der DIN 55928-8:1994-07 und DIN EN 50634 wurden die Inhalte grundlegend überarbeitet und die Anwendungsbereiche erweitert. Die Nomen-klatur der Klassifizierung erlaubt fünf Kategorien, RC 1 bis RC 5. Darin lassen sich die chemische Zusammensetzung, die Schichtstärke und die funktionelle Lebensdauer bis zum Zeitpunkt einer Instandsetzung aus korrosionsschutztechnischen Gründen für die jeweiligen Beschichtungssysteme exakt bestimmen. Nur durch die exakte Qualitätszuordnung lässt sich eine Gebäudehülle aus Stahl mit allen Ecken und Kanten – auch in stark belasteten Industriegebieten – nachhaltig vor Korrosion schützen.

- Farbige Gebäudehüllen setzen Akzente – auch in stark belasteten Industriezonen
Exakte Bestimmung der Qualitätszuordnung
Die eigenständige neue Norm orientiert sich daran, dass sich eine Korrosions-beständigkeit bezogen auf die in der DIN EN 12944-2 festgelegten Korrosivitäts-kategorien (aufgeteilt in den Klassen C1 – unbedeutend bis C5M – sehr stark) zuordnen lässt. Anhand eines übersichtlich gestalteten und praktisch handbaren Tableaus kann man auf einen Blick die Beschichtungssysteme mit Schichtstärken den entsprechenden Schutzdauerzeiten zuordnen. Dabei bedeutet die Schutzdauer keine Gewährleistungszeit. Sie ist ein rein technischer Begriff, der eine ordnungsgemäße Wartung und Pflege vorausgesetzt, dem Auftraggeber helfen kann, ein Instandsetzungs-programm festzulegen.
Eine Instandsetzung kann aufgrund von Ausbleichen, Kreiden, Verunreinigung oder Verschleiß oder auch aus ästhetischen bzw. anderen Gründen bereits früher erforderlich sein, als es die angegebene Schutzdauer aus Korrosionsschutzgründen vorsieht. In jedem Fall bedeutet die exakte Zuordnung für den Planer einerseits mehr Sicherheit und andererseits noch mehr Möglichkeiten, die Parameter für die Ausstattung einer Gebäudehülle (spezielle Anwendung und atmosphärische Belastung) im Vorfeld bei der Baumaßnahme bereits verbindlich zu definieren. Danach gehören Gebäudehüllen in Industriegebieten beispielsweise in die Kategorie C4. Die Klasse C5-M beispielsweise steht für Anwendungen im Seewasser-/Offshorebereich. Hier bieten nur noch Oberflächen mit einer robusten Schichtstärke (z.B. 200 µm) dauerhafte Ästhetik und Korrosionsfreiheit.
Colorcoat Prisma® und Colorcoat HPS200 Ultra®
Denjenigen Bauherren und Architekten, die in ihrer Objekt- oder Industriefassade auch in stark belasteten Industriezonen nachhaltig farbige Akzente setzen möchten, bietet Tata Steel als Hersteller hochwertiger Beschichtungssysteme mit seiner umfangreichen Colorcoat-Produktpalette interessante Möglichkeiten an. Neu sind die zwei exzellenten Beschichtungssysteme Colorcoat HPS200 Ultra und Colorcoat Prisma, die die Korrosionsbeständigkeit, Funktion und Ästhetik einer Gebäudehülle bei hervorragender Farbbeständigkeit ideal miteinander kombinieren. Hinzu kommt bei Colorcoat HPS200 Ultra, dass seine 200 µm Dickfilmbeschichtung das bandbeschichtete Material besonders kratzfest und abriebbeständig macht. Auf diese Weise erreichen Colorcoat Prisma und Colorcoat HPS200 Ultra eine höhere Materialbeständigkeit gegenüber handelsüblichen Beschichtungssystemen. Dazu bietet der Hersteller eine umfangreiche Farbpalette von Vollton-, Matt- und Metallicfarben an.

Fassadendetail - vor der Sanierung

Nach der Sanierung
Lebensdauer und Leistungsfähigkeit
Beide Beschichtungssysteme entsprechen der höchsten Korrosionsbeständigkeitsklasse (RC5) und erfüllen sogar die Anforderungen an die höchste UV-Beständigkeitsklasse (RUV4). Der besondere metallische Überzug (Galvalloy®), den es ausschließlich für die neuen Beschichtungen gibt, sorgt für eine hohe Alterungsbeständigkeit, bei dem auch die Schnittkanten besonders nachhaltig geschützt werden. Bei dem Trägermaterial handelt es sich um eine feuer-verzinkte Legierung (95 % Zink und 5 % Aluminium) auf Stahl, die nach DIN EN 10326:2004 hergestellt wird. Die Kombination aus Zink und Aluminium in diesem sorgfältig abgestimmten Verhältnis sorgt für einen hervorragenden Schutz, der die Leistung von herkömmlichem bandverzinktem Vormaterial (Z275) deutlich übertrifft. Alle Beschichtungsqualitäten lassen sich durch entsprechende Zertifikate nachweisen. Darüber hinaus unterliegen die Herstellprozesse einem strengen durchgängigen Qualitätsmanagement. Tata Steel verfügt über eine mehr als 40-jährige Erfahrung in der Entwicklung und Produktion von bandbeschichtetem Stahl für Dach- und Fassadensysteme. Kompetente Beschichtungsexperten stehen dem Planer mit umfangreichen technischen Supportleistungen bei der Umsetzung seiner Bauaufgabe mit Rat und Tat persönlich zur Seite. Sie informieren natürlich auch über die Möglichkeiten, die die neue Korrosionsschutznorm DIN 55634 bietet.
Weitere Informationen:
Tata Steel Colors (Deutschland),
Herr Maik Tietze,
Tel. 0173 818 81 69
colorcoat.connectionEU@tatasteel.com